IT-Haftpflicht-Versicherung – Passgenauer Versicherungsschutz in anspruchsvollen Märkten

Steuerungssoftware und Schnittstellen-Verbindungen für Produktionssysteme, Design von Websites und Online-Plattformen, Einsatz von KI- und Blockchain-Technologie, Cloud-Services und Digitalisierungsprozesse genereller Art in allen Bereichen und Branchen – die Nutzung von IT-Applikationen nimmt stetig zu, und die Breite der verschiedenen Anwendungen fördert die Spezialisierung der Hersteller.

Neben reinen IT-Anbietern sind auch Unternehmen aktiv, die sich vom Hersteller von Hardware zunehmend auch zum Anbieter von IT-Leistungen gewandelt haben, weil das entsprechende Know-How schon im Unternehmen vorhanden ist.

Gerade im IT-Business ist besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich des Haftpflicht-Versicherungsschutzes überaus ratsam: eine „klassische“ Betriebs- und Produkthaftpflicht-Versicherung bietet für typische Schadenszenarien der IT-Branche nicht hinreichend Schutz: denn insbesondere die dem IT-Risiko immanenten möglichen Vermögensschäden Dritter erfordern einen angepassten Versicherungsschutz, der so in konventionellen Betriebs- und Produkthaftpflicht-Policen nicht abgebildet wird.

Aber auch wenn viele Risikoträger zwischenzeitlich grundsätzlich Versicherungsprodukte für die IT-Branche anbieten, ist eine fachkundige Prüfung der Bedingungen und Abstimmung auf das eigene betriebliche Risiko nach wie vor unerlässlich.

So bieten gute Bedingungswerke wichtige Erweiterungen für branchentypische Haftpflicht-Schadenkonstellationen, wie z. B. finanzielle Schädigungen Dritter aus Verzug oder aus der Verletzung von in Service-Level-Agreements gemachten Leistungszusagen, aus Schädigung fremder Daten, Nutzungsausfall wegen fehlerhaft erbrachter Leistungen, Schäden aus der Verletzung immaterieller Rechte wie Urheber- , Namens- und Persönlichkeitsrechte, Datenschutzverletzungen, bis hin zur Deckung eigener Kosten des Versicherten, z. B. für vergebliche Aufwendungen nach Rücktritt des Auftraggebers, oder wegen eigener Reputationsschäden. Auch die Mitversicherung von Vereinbarungen über pauschale Schadenersatzleistungen ist im Einzelfall verhandelbar.

Vor der konkreten Platzierung der Deckung stellt sich zwischenzeitlich verstärkt die Frage der Zeichnungsbereitschaft der Versicherer im Einzelfall und der von ihnen angebotenen Kapazitäten. Viele Risikoträger sehen das IT-Risiko wegen der möglichen – und in der jüngeren Vergangenheit auch bereits realisierten – Schadensszenarien als hoch exponiertes Risiko, welches zunehmend nur nach intensiver Risikoprüfung, sowie ggf. nur mit eingeschränkten Kapazitäten gezeichnet wird.

Für Versicherte gewinnt vor diesem Hintergrund damit insbesondere eine detaillierte und transparente Risikoermittlung und -darstellung große Bedeutung.

SÜDVERS kann hier wertvolle Unterstützung im Platzierungsprozess durch strukturierte und professionelle Risikoermittlung leisten.

Sowohl für den gewerblichen Mittelstand wie auch im Rahmen von Versicherungsprogrammen international aufgestellter Großkunden setzt SÜDVERS, falls erforderlich, individuell zugeschnittene Versicherungskonzepte z. B. Layer-Strukturen ein, um risikoadäquate Deckungskapazitäten für den Versicherungsnehmer aufzubauen.

Schließlich ist aktuell zu beobachten, dass im Zuge der von BaFin und anderen Regulierungsbehörden auch im Ausland angestoßenen Überprüfung von Cyber-Risiken in den Beständen der Versicherer, nun unter dem Deckmantel der sog. „Silent-Cyber-Regelungen“ von Versicherern z. T. Deckungseinschränkungen auch im IT-Haftpflicht-Bereich umgesetzt werden sollen.

Hier ist bei der Verhandlung der Versicherungsbedingungen besondere Aufmerksamkeit vonnöten, um empfindliche Einschränkungen zu vermeiden, da solche Ausschlüsse, je nach Formulierung, gegebenenfalls in den Kern-Deckungsbereich einer IT-Haftpflicht-Versicherung eingreifen und die Reichweite des Versicherungsschutzes drastisch reduzieren könnten.

SÜDVERS steht Ihnen mit Expertise und Erfahrung jederzeit gerne für Ihre Anliegen auch im Bereich IT-Haftpflicht zur Verfügung!