Managerhaftung & Rechtssicherheit

Unternehmerische Verantwortung umfasst mehr als gute Entscheidungen. Sie erfordert nachvollziehbare Prozesse, klare Zuständigkeiten und eine rechtssichere Dokumentation.

Wie lassen sich unternehmerische Entscheidungen mit persönliche Haftungsrisiken vereinbaren?

Unternehmerische Verantwortung ist heute eng mit persönlicher Haftung verknüpft. Geschäftsführer, Vorstände und Aufsichtsgremien bewegen sich in einem Umfeld, das durch wachsende regulatorische Anforderungen, komplexere Unternehmensstrukturen und steigende Dokumentationspflichten geprägt ist. Gleichzeitig müssen Entscheidungen häufig unter Zeitdruck getroffen werden. Das Top-Management muss heute nachweisen können, wie Entscheidungen zustande gekommen sind, welche Risiken berücksichtigt wurden und welche Kontroll- und Steuerungsmechanismen vorhanden sind.

Verantwortung wird komplexer

Haftungsrisiken entstehen heute meist im System, nicht durch einzelne Entscheidungen.

Mit der wachsenden Komplexität von Unternehmen steigen auch die Anforderungen an Geschäftsführung und Aufsicht. Haftungsrisiken entstehen heute häufig dort, wo Prozesse, Verantwortlichkeiten oder Governance-Strukturen nicht ausreichend greifen. Gleichzeitig nehmen regulatorische Anforderungen kontinuierlich zu. Verantwortung wirksam wahrzunehmen bedeutet deshalb, Risiken systematisch zu steuern und Entscheidungen nachvollziehbar abzusichern.

Typische Herausforderungen für Unternehmen

Je komplexer Unternehmen werden, desto wichtiger wird der systematische Umgang mit Haftungsrisiken.

In vielen Unternehmen sind Verantwortlichkeiten historisch entstanden. Prozesse wurden über Jahre hinweg erweitert, gleichzeitig kommen neue regulatorische Anforderungen hinzu. Dadurch entstehen Unsicherheiten darüber, wer welche Risiken verantwortet und wie Entscheidungen dokumentiert werden müssen. Besonders in international tätigen Unternehmen treffen unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen und Governance-Anforderungen aufeinander. Klare Verantwortlichkeiten und eine systematische Risikobewertung schaffen die Grundlage für rechtssichere Entscheidungen.

Wenn Rechtssicherheit zum Wettbewerbsfaktor wird

Mit zunehmender Regulierung und steigenden Erwartungen von Stakeholdern wachsen auch die Anforderungen an Unternehmensleitungen.

Besonders relevant sind dabei:


  • Vermeidung von Compliance- und Governance-Verstößen

  • Organisations- und Aufsichtspflichten

  • Dokumentations- und Nachweispflichten

  • Regulatorische Anforderungen im In- und Ausland

  • Im Falle eines mutmaßlichen Verstoßes: sorgfältige Prüfung der Haftung von Geschäftsführern, Vorständen und Vorständen und Aufsichtsratsmitglieder und gegebenenfalls deren persönliche Inanspruchnahme


Unternehmen, die Verantwortung, Governance und Risikomanagement wirksam miteinander verbinden, schaffen mehr Transparenz, Sicherheit und Handlungsspielraum für unternehmerische Entscheidungen.

Wie wir Unternehmen unterstützen

Je nach Ausgangssituation begleiten wir Unternehmen unter anderem bei

  • der Einordnung haftungsrelevanter Unternehmensrisiken

  • der Bewertung von D&O- und Rechtsschutzrisiken

  • der Identifikation versicherungsrelevanter Haftungsszenarien

  • der Ausgestaltung geeigneter Versicherungslösungen

  • Schaffung und Koordinierung funktionierender internationaler Versicherungsprogramme unter Beachtung der regionalen aufsichtsrechtlichen Besonderheiten

Gut zu wissen: Häufige Fragen & Antworten

Geschäftsführer, Vorstände und Aufsichtsgremien können persönlich für Pflichtverletzungen oder organisatorische Versäumnisse haftbar gemacht werden. Die Haftung betrifft dabei nicht nur Einzelentscheidungen, sondern auch die Art und Weise, wie ein Unternehmen geführt und überwacht wird und wird schon bei leichter Fahrlässigkeit bis zur vollen Schadenhöhe ausgelöst.