Haftung & Professional Lines
Unternehmerische Verantwortung bedeutet auch, Haftungsrisiken aktiv zu steuern. Denn, von Produkthaftungsrisiken bis zur persönlichen Organhaftung können Fehlentscheidungen, Pflichtverletzungen oder Schäden weitreichende finanzielle Folgen haben. Haftungsrisiken betreffen Unternehmen und ihre Organe gleichermaßen.
&w=3840&q=100)
Welche Haftungsrisiken trägt Ihre Geschäftsführung – und sind diese ausreichend abgesichert?
Internationale Geschäftstätigkeit und wachsende regulatorische Anforderungen erhöhen die Komplexität von Haftungsrisiken.
Ein fehlerhaftes Bauteil in einer globalen Lieferkette, eine vermeintliche Fehlentscheidung des Managements oder ein schwerwiegender DSGVO-Verstoß können Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe nach sich ziehen. Standard-Haftpflichtpolicen bieten bei komplexen Exportrisiken (insbesondere in den USA und Kanada) oder reinen Vermögensschäden oft unzureichenden Schutz. Industrielle Betriebshaftpflichtversicherungen mit maßgeschneiderten Modulen wie einer erweiterten Produkthaftpflicht, Managerhaftpflicht (D&O) oder Cyberhaftpflicht schützen Unternehmen heute vor weitreichenden Folgen.
Ausgleich von Deckungslücken
Eine Master-Police der deutschen Muttergesellschaft kann Lücken in der Deckungssumme bei ausländischer Tochtergesellschaft schließen.
In vielen Ländern (z. B. Brasilien, China, USA) ist es gesetzlich verboten, Risiken über ausländische Versicherer abzusichern (Verbot von Non-Admitted-Versicherungen). Verstöße führen zu empfindlichen Strafen für das lokale Management und zu steuerlichen Nachteilen bei der Schadenregulierung.
Zentrale: Das deutsche Mutterunternehmen hält die globale Master-Policy und stellt somit das einheitliche, hohe Deckungsniveau über DIC/DIL-Klauseln sicher.
Tochtergesellschaften: Lokale Tochtergesellschaften in den USA, Asien oder Südamerika schließen jeweils lokale Policen ab, die exakt den gesetzlichen Bestimmungen vor Ort entsprechen.
&w=3840&q=100)
Wie wir Unternehmen unterstützen
Je nach Ausgangssituation begleiten wir Unternehmen unter anderem mit den folgenden Leistungen:
Globale Produkthaftpflichtdeckung
Umfassender Rückruf- und Serienschadenschutz
Persönlicher D&O-Bilanzschutz
Spezialisierte E&O-Policen
Integrierte Cyberhaftpflicht
Rechtssichere Master-Strukturen
Passives Rechtsschutz-Management
Proaktive Bedingungsoptimierung
Gut zu wissen: Häufige Fragen & Antworten
Die Innenhaftung betrifft Ansprüche, die das eigene Unternehmen gegen seine Organe (z. B. wegen einer Fehlentscheidung des Geschäftsführers) geltend macht. Die Außenhaftung betrifft Ansprüche von Dritten (z. B. Insolvenzverwaltern, Behörden oder Gläubigern) direkt gegen den Manager. Eine erstklassige D&O-Police deckt beide Szenarien lückenlos ab und übernimmt vor allem die kostspielige rechtliche Abwehr.
Klassische Policen decken oft nur Personen- und Sachschäden im europäischen Raum ab. Sobald Produkte (oder Bauteile als Zulieferer) in die USA oder nach Kanada exportiert werden, greift das dortige, weitaus schärfere Haftungsrecht (z. B. Punitive Damages/Strafschadensersatz). Industrielle Konzepte müssen daher explizit erweiterte US-Produkthaftpflicht-Klauseln beinhalten.
Wenn ein Unternehmen als industrieller Zulieferer durch eine Ransomware-Attacke lahmgelegt wird und dadurch die Produktion des Kunden stoppt, fordert dieser Schadensersatz für seinen Ertragsausfall. Die Cyberhaftpflicht deckt genau diese digital verursachten Drittschäden ab, die in der klassischen Betriebshaftpflicht explizit ausgeschlossen sind.
Im Gegensatz zur klassischen Haftpflicht (wo der Zeitpunkt des Schadenereignisses zählt) gilt bei Professional Lines meist das Schadenunterstellungs-Prinzip (Claims-Made-Prinzip). Versichert ist der Schaden, der in die Laufzeit des Vertrages fällt und dem Versicherer in dieser Zeit gemeldet wird – unabhängig davon, wann die eigentliche Pflichtverletzung in der Vergangenheit begangen wurde. Dies erfordert ein präzises Management von Nachmeldefristen.